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Jubelt Roman Kreuziger am Ende in Bern im gelben Tricot?

Die Tour de Suisse 2009 startet mit einer Premiere. Zum ersten Mal wird in Liechtenstein gestartet. Mauren, ein kleines Dörfchen mit knapp 4000 Einwohnern, bereitet dem grössten Schweizer Sportanlass einen herzlichen Empfang.

Die 73. Austragung verspricht wiederum, die Schweiz in ihren Bann zu ziehen. Unserer Landesrundfahrt steht für Tradition und kann sich auf eine grosse Beliebtheit in der Bevölkerung stützen. Obwohl der Radsport in der Vergangenheit unter diversen Skandalen litt, begeistert der ganze Tourtross Jahr für Jahr jegliche Alterschichten von gross bis klein.

Besondere Atmosphäre

Glatt rasierte, braungebrannte und mit Öl einmassierte Beine, glänzende Räder und Autos und unzählige Motorräder machen die Tour de Suisse zu einem eindrücklichen und unvergesslichen Ereignis. Stände, Aktionen und Aussteller sowohl im Start- wie auch im Zielgelände machen einen Besuch für die ganze Familie lohnenswert. Mit ein bisschen Glück lässt sich sogar ein Autogramm eines Stars ergattern.

Die anstehende Tour de Suisse unterscheidet sich in vielen Bereichen von den letzten Ausgaben. Gestartet wird im Ausland, auch wenn dies Tourdirektor Armin Meier nicht so sieht: ''Liechtenstein ist für mich nicht Ausland. Hier spricht man deutsch und bezahlt auch mit Schweizer Franken." Nach dem kurzen, aber nicht zu unterschätzenden, Auftaktszeitfahren, steht bereits am zweiten Tag die Etappe mit Start und Ziel in Davos an. Es dürfen die ersten Abstände erwartet werden.

Grössere Spannung dank weniger Höhenmeter

Der Begriff ''Landesrundfahrt" wurde in diesem Jahr wörtlich genommen. Das Tessin, wie auch die französische Schweiz wurden gut in die Tour eingebunden. Von Davos geht es über Lumino ins Tessin und einen Tag über den Gotthard nach Stäfa. Dann folgt die eigentliche Königsetappe ins österreichische Serfaus. Weiter führt die Strecke über Bad Zurzach nach Vallorbe.

Am zweitletzten Tag folgt die Bergankunft nach Crans Montana, wo sich die Spreu vom Weizen trennen wird. Doch für den Leader wird es kein lockeres Einrollen in Bern geben, denn zuerst müssen 39 harte Kilometer rund um Bern alleine gegen die Uhr bewältigt werden. Die Entscheidung wird erst beim finalen Zeitfahren fallen wird.

Grosse Namen, offene Ausgangslage

Renndirektor Armin Meier kann ein ausgezeichnetes Fahrerfeld präsentieren. Das Rennen um den Gesamtsieg ist offener denn je und mindestens zehn Fahrer gehören zum Kreis der grossen Favoriten.

Zu schlagen gilt es den tschechischen Vorjahressieger Roman Kreuziger. Die Gebrüder Schleck, Andreas Klöden, Vladimir Karpets, Linus Gerdemann und Damiano Cunego sind nur einige der möglichen Aspiranten auf das gelbe Leadertricot. Wer in Bern als Sieger vom Podest grüssen will, muss ein kompletter Fahrer sein, ein Bergfahrer mit guten Zeitfahrerqualitäten wird das Rennen machen.

Nicht nur im Kampf um den Gesamtsieg wird für Spannung gesorgt sein. Klingende Namen wie Cavendish, Bennati, Haussler, Hushovd, Freire und Ciolek haben gemeinsame Interessen, dass es mehrmals zum Massensprint kommt. Doch dagegen werden die Flüchtlinge ankämpfen und Hincapie, Pozzato, O'Grady und Weltmeister Ballan möchten nicht leer ausgehen.

Wer landet den Schweizer Exploit?

Nicht ausser Acht lassen darf man die einheimischen Radcracks. Im Mittelpunkt steht Fabian Cancellara, der angekündigt hatte, dass er in einer ausgezeichneten Verfassung sei. Der Olympiasieger will mindestens einen Etappensieg. Eigentlich träumt er aber vom Gesamtsieg.

Fahrer wie Albasini, Elmiger, Rast, Loosli oder Zaugg sind jederzeit für einen Etappensieg gut. Jeder Schweizer am Start möchte sich mit einer offensiven Fahrweise ins Rampenlicht stellen.

Die Schweiz ist bereit. Mit einem Schweizer Leader zum Auftakt würde die Tour de Suisse so richtig lanciert werden. Die ''Helden der Landstrasse'' werden die Schweiz erobern!

Von Christian Rocha

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