
David Ressler
Das Schweizer Fernsehen SF berichtet ab Samstag täglich rund eineinhalb Stunden live von der Tour de Suisse. Dafür, dass die Radsportfreunde vor dem Ende dieser Berichterstattung die Sieger live im Bild sehen, sorgt ab kommendem Samstag David Ressler.
Für die Erstplatzierten einer Etappe sind die Minuten nach dem Überqueren der Ziellinie meist ebenso hektisch wie diejenigen kurz davor. In dieser kurzen Phase steht ihnen David Ressler zur Seite. Er begleitet sie in die Umkleidekabine und zum Siegespodest. Dort hat er bereits zuvor Speaker und Hostessen über ihre Arbeit informiert, und kurz bevor die Fahrer auf das Podium steigen, den Siegerstrauss überreicht. Es ist gut 18.30 Uhr (Am Sonntag 17.50 Uhr), wenn die Hostessen den Siegesfahrern Blumen übergeben. Dann wird die Übertragung des Schweizer Fernsehens langsam beendet.
Sponsoren ins richtige Licht rücken
Resslers Arbeitstag an der Tour de Suisse beginnt aber noch früher als derjenige eines Rennfahrers. Neben der Siegerehrung ist er für die Streckenwerbung, rund 3000 Meter Banden, Sprint-, Kilometer- und Bergpreis-Bogen verantwortlich. Es ist wichtig, dass diese Werbung an Fernseh-relevanter Stelle platziert ist. So, dass die Tour-de-Suisse-Sponsoren in den Bildaufnahmen von Helikoptern und Motorrädern bestmöglich zur Geltung kommen. Und, dass Kilometer-Bögen oder die Flamme-Rouge im richtigen Abstand zu den Radprofis stehen, um diese nicht zu verwirren. Am frühen Morgen einer jeweiligen Etappe wird die Werbung von einem gut 30 Mann grossen Team aufgestellt. Hat sich Ressler die Arbeit angesehen, fährt er ins Ziel einer Etappe.
Hoffen auf Schweizer Siege
Ressler, der bei IMG (Schweiz) AG zudem für das Springreiten in Genf, den Run-to-the Beat Basel Marathon und «Das Zelt» verantwortlich ist, wartet hier auf die schnellsten Rennfahrer: «Ich freue mich über jeden und zolle ihm meinen grössten Respekt.»
Nervös vor seiner neuen Aufgabe ist er nicht: «Es ist alles sehr gut geplant.» Der Informationsaustausch zwischen den Sektorenleiter sei optimal. Überhaupt fühle er sich sehr gut im Team von IMG: «Wenn immer es in der Vorbereitung Unsicherheiten gab, stand immer jemand mit Rat und Tat zur Seite.» Als sehr junger Sportler spielte Ressler Eishockey und hat damit Sportlererfahrung, auch wenn er die beiden Sportarten nicht vergleichen will: «Auch wenn Radsport ein Teamsport ist, zählt hier am Ende im Gegensatz zum Eishockey nur der Erfolg des Einzelnen.» Verfolgt hat Ressler den Radsport immer. Obwohl Deutscher, hofft er an der Schweizer Rundfahrt auf Schweizer Siege.