13.05.2009
Erbprinz gibt Startschuss zur Tour de Suisse

Die OK Präsidenten von Mauren und Oberriet freuen sich auf die TdS
Rund einen Monat bevor der Tross der Tour de Suisse den Sieger der 73. Landesrundfahrt ermittelt, reist Tour-Veranstalterin IMG (Schweiz) AG quer durch die Schweiz. Gemeinsam mit den regionalen Veranstaltern wird über die diesjährige Tour de Suisse im Allgemeinen und über die regionalen Routen im Speziellen informiert.
Am Montag informierte IMG (Schweiz) AG in Oberriet und Davos. In den kommenden Tagen wird die Roadshow in fünf weiteren Orten der Schweiz inne halten. Mit dieser Tour unterstützt die Veranstalterin die regionalen Ausrichter in der Medienarbeit, und entfacht das Feuer für den Radsport und die Tour de Suisse in den Regionen. «Die regionalen Veranstalter sind unser verlängerter Arm in der sehr komplexen Organisation. Dank ihnen können wir Jahr für Jahr eine attraktive Tour in allen Landesteilen der Schweiz präsentieren», erklärte Daniel Schmidli, Projektleiter der Tour de Suisse (TdS).
Erster TdS-Start in Liechtenstein
Die Tour de Suisse wird in diesem Jahr einige Premieren feiern. Zum ersten Mal überhaupt wird sie im Fürstentum Liechtenstein gestartet, wo für den 7,8 km langen Prolog zwischen 15'000 und 20'000 Zuschauer erwartet werden. So konnte Peter Rutz vom regionalen Organisator ISL (Internationaler Sport in Liechtenstein), bekannt geben, dass Erbprinz Alois den Startschuss zur Schweizer Landesrundfahrt geben wird. Der 7,8 km lange Prolog von Mauren nach Ruggell ist technisch schwierig und wird deshalb Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara entgegen kommen.
«Für uns wäre es ein besonders schöner Auftakt, wenn wir ihn in Ruggell mit dem Leader-Trikot einkleiden könnten», erklärte der Technische Koordinator der TdS, der ehemalige Radprofi Kurt Betschart. Ob Cancellara nach einem krankheits- und verletzungsbedingten Trainingsrückstand auch ein Wort im Gesamtklassement mitsprechen kann, wird sich weisen. Seinen Vorjahres-Gesamtsieg verteidigen will der Tscheche Roman Kreuziger, dem die Schweiz zu liegen scheint, zumal er in diesem Jahr bereits die Tour de Romandie für sich entschied.
Sportverrücktes Oberriet
Dem Organisationskomitee von Oberriet steht Rad-Nationaltrainer René Savary vor, der einst selber eine Etappe im Rheintal als Zweiter beendete. Oberriet als Startort der sechsten Etappe - einen Tag nach der Königsetappe nach Serfaus (Tirol) - hingegen feiert Premiere. «Unsere Gemeinde zählt über 30 Sportvereine. Wir sind nicht nur sportverrückt, unsere Sportlerinnen und Sportler sind auch erfolgreich», erzählte Walter Hess, Gemeindepräsident von Oberriet. Deshalb unterstützt die Gemeinde auch die Umsetzung des Etappenstarts in Oberriet.
«Mit einem attraktiven Rahmenprogramm erhoffen wir uns auch als Startort eine Fernsehpräsenz», unterstrich Savary. Für die sechste Etappe Oberriet nach Bad Zurzach wird eine Sprintentscheidung erwartet. Eine Vorselektion bezüglich des Gesamtklassements könnte es wohl bereits in Davos geben, wo die Roadshow am Montag Abend zu Gast war. Endgültig entschieden wird die Tour wohl am zweitletzten Tag in der Etappe nach Crans-Montana.
Noch Schnee in der Tremola
Einen Monat vor dem Start zur Tour de Suisse steht nur noch hinter der vierten Etappe von Biasca nach Stäfa ein Fragezeichen. Der längste Aufstieg der diesjährigen Tour de Suisse, die kopfsteinpflasterne Strasse durch die Serpentinen der Tremola mit rund 1000 Höhenmetern hinauf auf die Passhöhe des Gotthards, mit 2108 Metern das Dach der diesjährigen Tour, wäre derzeit aufgrund des Schnees nicht passierbar.
An der Roadshow wird deutlich, dass die 160 Radprofis der 20 Teams vom 13. bis 21. Juni neun interessante, aber auch intensive Wettkampftage rund um die Schweiz erleben werden. Der Sieger 2009 wird nach 1355 Kilometern und 1600 Höhenmetern nach dem Zeitfahren in der Bundeshauptstadt Bern erkürt. Es steht eine Tour de Suisse bevor, auf die sich Fahrer und Publikum freuen dürfen.