27.04.2009
Montgomery übernimmt ''rennentscheidendes Signal''

Montgomery braucht an der TdS keinen Helm
Früher bestritten Sven Montgomery und Rolf Huser gemeinsam Radrennen. Jetzt übernimmt Montgomery an der Tour de Suisse vom 13. bis 21. Juni die Arbeit in der mobilen Zentrale «RadioTour» von Huser, der sich zukünftig voll auf seine Arbeit als Etappenort-Manager fokussieren wird.
Sven Montgomery bleibt mit seinem «Lieblingsrennen» verbunden. Der ehemalige Radprofi, der zuletzt als Koordinator der Schweizer Frauen-Equipe «Bigla Cycling Team» arbeitete, wird bei der Tour de Suisse zukünftig für die mobile Zentrale RadioTour zuständig sein. «Letztes Jahr war ich als Gästefahrer bei der Tour de Suisse engagiert. Das hat Spass gemacht. Deshalb bin ich gerne wieder dabei», freut sich Montgomery.
Seine Aufgabe während der Tour de Suisse ist das schnelle Weitergeben von Renn-Informationen an die Tour-Direktion, die Sportlichen Leiter der verschiedenen Teams und an die Medien. RadioTour erfasst die Geschwindigkeit des Rennens, die Position einzelner Radrennfahrer oder Zeitabstände zwischen einer Spitzengruppe und dem Feld. Die Informationen erhält Montgomery von vier Mitarbeitern, die als Beifahrer von Motorrädern das Rennen hautnah miterleben.
Erfahrung aus seiner Profikarriere
Montgomery ist bewusst, dass er eine der anspruchsvolleren Aufgaben während des Rennbetriebs Inne haben wird. Derzeit wird er von Rolf Huser eingearbeitet. Der GP Gippingen wird die Hauptprobe im Vorfeld zur Landesrundfahrt darstellen. «Ich habe keine Angst, dass mir meine Aufgabe nicht gelingen wird», ist der ehemalige Bergspezialist, der unter anderem viermal die Tour de France bestritt, überzeugt. Aus der Erfahrung seiner neunjährigen Profikarriere weiss er, welche Situationen rennentscheidend sein werden und welche Informationen die Sportlichen Leiter von ihm erwarten. Dank RadioTour können die Sportlichen Leiter ihre Fahrer über den Stand im Rennen informieren. «Dies erlaubt es ihnen, zum Beispiel anzuordnen, einen Angriff auf die Spitzengruppe zu starten. Im Radsport können Informationen von RadioTour deshalb matchentscheidend sein», erklärt Montgomery.
«Nicht verrückt machen lassen»
Die grösste Herausforderung für den 32-Jährigen sei es vor einem grösseren Publikum zu sprechen. Er versuche informative Fakten weiter zu geben, sieht sich aber nicht als Radiokommentator: «Schliesslich weiss ich, dass mich die Sportlichen Leiter bei Etappen um die 200 Kilometer bis zu sechs Stunden am Tag anhören werden.» Auch ist Montgomery bewusst, dass seine neue Aufgabe oft hektisch sein wird: «Ich werde ruhig bleiben und mich nicht verrückt machen lassen.»