21.06.2008
TdS-Veranstalter auf Konfrontationskurs mit UCI

Armin Meier fordert rechtliche Handlungsfreiheit
An einer Pressekonferenz haben die Veranstalter der Tour de Suisse angekündigt, dass sie mit dem Weltverband UCI auf Konfrontationskus gehen wollen. Sie verlangen eine grössere rechtliche Handlungsfreiheit.
TdS-Direktor Armin Meier erklärte, erachte er den Ausschluss des in eine Kokainaffäre verwickelten Tom Boonen (Be) auch im nachhinein als gerechtfertigt. Offenbar muss es mit der UCI deswegen eine Auseinandersetzung gegeben haben. "Wir tragen zu 100 Prozent das finanzielle Risiko, aber wir haben nicht die geringste rechtliche Handhabe", meinte Meier im Hinblick auf die Erneuerung des Vertrages mit der ProTour. Der frühere Radprofi weiter: "Sonst hat die ProTour keine Zukunft."
Mit ihrer Rundfahrt zeigten sich die Organisatoren zufrieden. Die von schlechtem Wetter begleitete Bergankunft vom letzten Sonntag in den Flumserbergen wurde gemäss dem TdS-Veranstalter in der Spitze von 356'000 Zuschauern am Bildschirm verfolgt. An den anderen Tagen lag der Durchschnitt bei 70'000 Zuschauern. Die von den Fahrern wenig geschätzten späten Ankünfte haben aus der Sicht des TV-Zuspruchs also wenig gebracht. Der Strecke entlang und im Ziel sei der Publikumszuspruch aber gross gewesen, hielten die Veranstalter fest. In Zukunft sollen die Etappenankünfte wieder etwas früher erfolgen.